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Workshop Train-the-Trainer in Norwegen: Alte Arbeitstugenden als Impuls für die Arbeitswelt von morgen

Vom 2. bis 4. Juni 2026 fand in Tynset, Norwegen, ein intensives Train-the-Trainer-Programm im Rahmen des EU-Projekts „Old Labour Virtues for Shaping the Working World of Tomorrow“ statt. Das Training wurde inhaltlich vom Institut für angewandte Gewerbeforschung entwickelt und durchgeführt und brachte Projektpartner aus mehreren Ländern zu einem praxisnahen Austausch zusammen.


Im Mittelpunkt stand die Frage, wie traditionelle Arbeitstugenden für kleine und mittlere Unternehmen neu nutzbar gemacht werden können. Werte wie Verlässlichkeit & Commitment, Qualitätsanspruch, Autonomie & Verantwortung, Gemeinschaft & Solidarität, Ehrlichkeit & Integrität sowie Wissenstransfer & Wissensweitergabe bilden dabei keine nostalgische Rückschau, sondern eine wichtige Grundlage für moderne Arbeitskulturen, Innovation und betriebliche Weiterentwicklung.

Das Trainingsprogramm verband vier zentrale Themenbereiche: die KAIN-Methode und das Mentoringprogramm, die Arbeit mit den Old Labour Virtues, Zukunftsszenarien mit darauf aufbauenden SME-Strategien sowie die Erwartungen und Bedürfnisse der Generation Z. Ziel war es, abstrakte Werte in konkrete, beobachtbare Verhaltensweisen und schließlich in kleine betriebliche Innovationsprojekte zu übersetzen.

Gerade Werte wie Verlässlichkeit, Qualitätsbewusstsein oder Verantwortung sind im Unternehmensalltag oft wichtig, aber schwer greifbar. Unterschiedliche Personen verstehen darunter nicht immer dasselbe. Deshalb wurden mit Unterstützung von KI anschauliche Cartoons und Visualisierungen entwickelt, die komplexe Inhalte leicht verständlich machen. Sie zeigen auf einen Blick, was hinter Begriffen wie aktives Zuhören, Wissensweitergabe, Solidarität oder Qualitätsanspruch im konkreten Arbeitsalltag stehen kann. Denn oft gilt: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Im Workshop kamen vielfältige Methoden zum Einsatz, darunter Card Sorting, kreative Methoden zur Ideenentwicklung, Rollenspiele, Peer-Triaden und aktives Zuhören. Besonders das Arbeiten in Rollen half dabei, unterschiedliche Perspektiven besser zu verstehen — etwa zwischen Führungskräften und jungen Mitarbeitenden oder zwischen erfahrenen Fachkräften und neuen Kolleginnen und Kollegen. So konnten die Teilnehmenden nicht nur Methoden kennenlernen, sondern diese auch unmittelbar erproben.

Das zweitägige Training war geprägt von aktiver Beteiligung, intensivem Austausch und großer Offenheit der Teilnehmenden. Auch das europäische Netzwerken kam nicht zu kurz: Gespräche beim gemeinsamen Abendessen, der Austausch mit den Partnern in Tynset und ein gemeinsamer Ausflug zur Kupfermine in Røros stärkten die Zusammenarbeit über den Workshop hinaus.

Im nächsten Schritt werden die entwickelten Inhalte und Methoden in einem praxisnahen Further-Training-Tool direkt in Betrieben erprobt, weiterentwickelt und an die jeweiligen Unternehmensbedürfnisse angepasst. Damit sollen kleine und mittlere Unternehmen nachhaltig in ihrer Personal-, Organisations- und Innovationsentwicklung unterstützt werden — mit alten Werten als Ressource für die Arbeitswelt von morgen.

https://lv4ww.eu/

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