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Time4clay&lime Blog

Rückblick: Kick off Meeting in Dresden

Projektstart TIME4CLAY&LIME: Wenn traditionelles Handwerk Antworten auf die Herausforderungen der Gegenwart gibt

Im Oktober 2025 ist ein europäisches Projekt gestartet, das aktueller kaum sein könnte: TIME4CLAY&LIME. Initiiert vom Institut für Angewandte Gewerbeforschung (IAGF) und umgesetzt im Rahmen von Erasmus+ (KA220-VET), verbindet das Projekt jahrhundertealtes handwerkliches Wissen mit den drängenden Fragen unserer Zeit – Gesundheit, Nachhaltigkeit und zukunftsfähige berufliche Bildung im Malerhandwerk.

Bereits der Titel bringt es auf den Punkt: Kalk- und Lehmbeschichtungen stehen im Zentrum – Materialien, die über Generationen hinweg selbstverständlich waren, heute jedoch oft nur noch im Denkmalschutz verortet werden. TIME4CLAY&LIME will das ändern.

Worum geht es im Projekt?

TIME4CLAY&LIME verfolgt das Ziel, Kalk- und Lehmbeschichtungen im modernen Wohn- und Gewerbebau wieder systematisch im Malerhandwerk zu verankern – fachlich fundiert, praxisnah und formal anerkannt.

Konkret bedeutet das:

  • Entwicklung einer höheren beruflichen Qualifikation auf Niveau 5 des Nationalen/EU-Qualifikationsrahmens (NQR/EQR)
  • Aufbau modularer Weiterbildungsangebote und Micro-Credentials, die flexibel und berufsbegleitend genutzt werden können
  • Europäische Vergleichbarkeit von Kompetenzen und Abschlüssen
  • Stärkung von „Green Skills“ im Bauhandwerk.

Das Projekt läuft über 36 Monate (Oktober 2025 bis September 2028) und vereint Partner aus Deutschland, Österreich, Litauen, Ungarn und Luxemburg – Bildungseinrichtungen, Forschung, Handwerksorganisationen und europäische Interessenvertretungen.

Der offizielle Auftakt: Kick-off-Meeting in Dresden

Am 4. und 5. Dezember 2025 fand in Dresden das erste transnationale Projektmeeting statt – ein wichtiger Meilenstein für TIME4CLAY&LIME. Gastgeberin war die Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe (SBG), die das Projekt auch koordiniert.

Zwei Tage lang kamen die Projektpartner zusammen, um aus einer bewilligten Projektidee eine gemeinsame Arbeitsrealität zu machen.

Programmpunkte des Kick-offs – Gemeinsames Projektverständnis

Zu Beginn standen das gegenseitige Kennenlernen und ein gemeinsamer Blick auf Ziele, Struktur und Zeitplan des Projekts. Besonders wichtig war es, ein einheitliches Verständnis davon zu entwickeln, warum Kalk- und Lehmbeschichtungen heute mehr sind als ein Nischenthema – nämlich ein Schlüssel zu gesünderem Bauen und nachhaltiger Qualifikation.

Start der Bedarfsanalyse und Entwicklung des Fragebogens

Ein Kernpunkt des Treffens war die Vorbereitung der Bedarfsanalyse, die jeder Partner in seinem Land durchzuführen hat . Diskutiert wurden:

  • Methodik der Erhebung
  • Zielgruppen (Malerbetriebe, Bildungseinrichtungen)
  • Inhalte der geplanten Fragebögen und Interviews

Die Ergebnisse dieser Befragungen fließen direkt in die Definition der Lernergebnisse und Qualifikationsstandards ein.

Entwicklung des Projektlogos

Auch die visuelle Identität von TIME4CLAY&LIME wurde beim Kick-off intensiv diskutiert. Das Logo soll:

  • den Bezug zu natürlichen Materialien widerspiegeln
  • Handwerk, Nachhaltigkeit und europäische Zusammenarbeit sichtbar machen
  • als gemeinsames Erkennungszeichen für Öffentlichkeitsarbeit und Dissemination dienen

Die Logoentwicklung ist damit nicht nur ein grafischer, sondern auch ein inhaltlicher Prozess.

Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkbildung

Bereits beim Kick-off wurde klar: TIME4CLAY&LIME will von Anfang an sichtbar sein. Erste Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit, der Aufbau eines digitalen Informationsportals sowie die Nutzung bestehender europäischer Netzwerke wurden angestoßen.

Ein vielversprechender Start

Der Projektstart und das Kick-off-Meeting in Dresden haben gezeigt: TIME4CLAY&LIME ist mehr als ein klassisches Bildungsprojekt. Es ist ein europäischer Versuch, fast vergessenes Handwerkswissen neu zu denken, es mit modernen Bildungsinstrumenten zu verbinden und damit einen nachhaltigen Beitrag zur Bau- und Ausbildungskultur zu leisten.

In den kommenden Monaten folgen die ersten Umfragen, Analysen und konzeptionellen Arbeiten. Wir halten Sie hier auf der Website des IAGF regelmäßig über Fortschritte, Zwischenergebnisse und Veranstaltungen auf dem Laufenden.

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