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OLV Blog

Old Virtues, New Work – IAGF-Beitrag auf der TAKE-Konferenz 2025

Bei der TAKE-Konferenz 2025, die heuer von 1.–3. Juli an der Universität Sofia stattfand, präsentierte DI Heidrun Bichler-Ripfel (IAGF – Institut für angewandte Gewerbeforschung) gemeinsam mit Dr. Radwan Kharabsheh zentrale Ergebnisse des EU-Projekts „Old Labour Virtues for the Working World of Tomorrow“. Der Vortrag mit dem Titel „Old Values, New Work: The Strategic Potential of Traditional Virtues in SMEs in the Craft Sector” war Teil der Parallel Sessions am 3. Juli um 16:30 Uhr

Im Fokus: Die Frage, welche Bedeutung traditionelle Arbeitstugenden in einer von Digitalisierung, Fachkräftemangel und Generationswandel geprägten Arbeitswelt haben.

Traditionelle Tugenden als Zukunftsressource

Die präsentierte Studie basiert auf 37 Tiefeninterviews mit Meisterbetrieben aus 16 Handwerksberufen in allen neun Bundesländern Österreichs.

Immer wieder in den Interviews wurden folgende Tugenden genannt wie:

  • Verlässlichkeit und Verantwortung
  • Meisterschaft, Qualität, Sorgfalt
  • Kollegialität und Weitergabe von Wissen

Die Auswertung zeigt: Diese „old virtues“ sind weiterhin identitätsstiftend, fördern Kundenvertrauen und wirken als Motor für Qualitäts- und Innovationsorientierung – gerade in kleinen und mittleren Handwerksbetrieben.

Old Virtues treffen „New Work“
Im Projekt wurde untersucht, wie traditionelle Tugenden mit modernen Erwartungen – besonders jener der Generation Z – zusammenpassen.

Ergebnis:
Viele junge Menschen suchen Sinn, Authentizität und Beteiligung – und damit genau jene qualitäts- und verantwortungsorientierte Kultur, die im Handwerk historisch gewachsen ist. Voraussetzung ist jedoch eine aktualisierte Umsetzung:

  • Führung als Mentoring statt reiner Hierarchie
  • Hybride Wissensvermittlung: Integration von modernen Lernformen wie digitale Lernformate
  • Digitalisierung als Werkzeug, nicht als Ersatz für handwerkliche Kompetenz

Zusammenfassung: Alte Tugenden – neu gedacht für die Zukunft der Arbeit

Der Vortrag von DI Heidrun Bichler-Ripfel hat eindrucksvoll gezeigt:

  • Traditionelle Arbeitstugenden sind kein nostalgisches Phänomen, sondern ein hochaktueller Erfolgsfaktor für KMU im Handwerk.
  • Sie können – richtig integriert – als strategischer Anker dienen: für Qualitätsführerschaft, Nachwuchssicherung, Innovationsfähigkeit und nachhaltige Unternehmensentwicklung.
  • Ihre Zukunft liegt in der Verbindung von Tradition und moderner Arbeitskultur: wertorientiert, menschenzentriert, digital gestützt.

Die TAKE-Konferenz 2025 hat damit einen wichtigen Impuls gesetzt:
Die Zukunft der Arbeit im Handwerk entsteht dort, wo alte Werte bewusst neu interpretiert werden.

Mehr zum OLV-Projekt unter https://lv4ww.eu/

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