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3-LoE Blog

3LoE Kooperation bringt’s!
Gelungener Austausch zur Verbesserung der Durchlässigkeit

Österreichs Mechatroniker treffen Berufliche Hochschule Hamburg in Salzburg

Stellen Sie sich vor, Sie könnten in nur vier Jahren nicht nur einen Bachelor-Abschluss, sondern auch einen Lehrabschluss erwerben – und das alles durch eine innovative Zusammenarbeit zwischen Österreich und Hamburg. Das EU-Projekt 3LoE macht es möglich!

Bundesinnungsmeister der Mechatroniker KommR Ing. Andreas Kandioler, Bundesinnungs-Geschäftsführer der Metalltechniker Dipl.-Ing. Christian Atzmüller, Prof. Dr. Uwe Schaumann (BHH) (v. l. n. r.)

EU-Projekt 3LoE fördert Bildungs-Innovationen für die Green Economy

Das EU-Projekt 3LoE fördert Bildungs-Innovationen für die Green Economy. Davon profitieren auch die österreichischen Mechatroniker bei ihrem jährlichen Treffen. Prof. Dr. Uwe Schaumann von der Beruflichen Hochschule Hamburg stellt „sein“ Duales Studium für KMU mit doppeltem Wert vor: Eine Ausbildung mit zwei Abschlüssen – einen Lehrabschluss und einen Bachelorabschluss.

Begeisterung für das Duale Studium

„Das Duale Studium klingt nach einer interessanten Möglichkeit, unsere Unternehmen als Ausbildungsstätte für die junge Generation neu zu positionieren und attraktiver zu gestalten“, zeigt sich Unternehmer und LIM-Stv. Johannes Binder aus der Steiermark begeistert.

Schon lange sucht er neue Lösungen, gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen für sein Unternehmen zu gewinnen – und das langfristig! Neue Ausbildungsmodelle sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung! Dieser Meinung ist auch Bundesinnungsmeister Andreas Kandioler: „Gerade in der Mechatronik brauchen wir Leute, die eine gute Ausbildung haben! 18-Jährige wissen schon mehr, was sie wollen, sind selbstbestimmter und können dadurch auch besser eingesetzt werden.“

Vision und Ziele des 3LoE-Projekts

Im Rahmen des EU-kofinanzierten Erasmus+ Projekts „3 LoE-Three-level Centers of Professional Excellence“ konnte das Institut für angewandte Gewerbeforschung gemeinsam mit dem Projektpartner Berufliche Hochschule Hamburg (BHH) den österreichischen Mechatronikern das Best Case-Beispiel „Duales Studium“ näherbringen.

Das vierjährige EU-Erasmus+ Projekt hat zum Ziel, durch neue Bildungsmaßnahmen eine größere Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung zu ermöglichen. Und das ist mit dem Dualen Studium erfolgreich gelungen.

3LoE-Kooperation mit Mehrwert

Spätestens beim Projekttreffen in Rom hat es Klick gemacht – zwischen dem IAGF, dem Institut der angewandten Gewerbeforschung und der Beruflichen Hochschule Hamburg! Dort hatten Prof. Dr. Joachim von Kiedrowski, Vizepräsident der BHH für Studium und Lehre sowie Prof. Dr. Uwe Schaumann, Verantwortlicher des Studiengangs BWL-Management von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), das Duale Studium erstmals allen 3LoE-Projektpartnern vorgestellt.

IAGF-Institutsleiterin DI Heidrun Bichler-Ripfel zeigte sich sofort begeistert: „Ein Doppelabschluss klingt nach einer sehr interessanten Möglichkeit, auch MaturantInnen und StudienabbrecherInnen für innovative Berufsausbildungen zu gewinnen und so den Fachkräftemangel zu reduzieren!“ Das Duale Studium sei eine Berufsausbildung, die sowohl für Arbeitgeber als auch für junge ArbeitnehmerInnen interessant ist.

Das Besondere des Dualen Studiums an der BHH

Prof. Dr. Uwe Schaumann von der Beruflichen Hochschule Hamburg bringt zwanzig Jahre Erfahrung mit und weiß genau, welche Bedürfnisse sowohl UnternehmerInnen als auch insbesondere jüngere ArbeitnehmerInnen, die Generationen Z und Alpha, haben. Für die UnternehmerInnen hat die BHH ein eigens ausgeklügelten Zeitplan entwickelt. Dieser beinhaltet Block- und Teilzeitmodelle. ArbeitgeberInnen wissen genau, wann und in welchem Ausmaß ihnen die Dual-Studierenden im Betrieb zur Verfügung stehen – ein wichtiges Tool zur verlässlichen Planung für alle UnternehmerInnen.

Den AbsolventInnen bietet die BHH einen Doppel-Abschluss in einem Ausbildungsweg: einen (akademischen) Bachelor-Abschluss in BWL und einen Lehrabschluss durch Ablegung der Lehrabschlussprüfung für z. B. Mechatroniker. Das alles in nur vier Jahren. Gelernt, studiert und gearbeitet wird abwechselnd an drei Orten: im Unternehmen, in der Berufsschule und an der BHH. Somit können Dopplungen in der Ausbildung vermieden und Synergien genutzt werden. Kurz: eine effizient verzahnte höhere duale Berufsausbildung mit Doppelabschluss.

Internationale Zusammenarbeit für die Green Economy

Seit 2021 entwickeln 22 Akteure aus sieben Ländern – darunter Berufsschulen, Universitäten und Unternehmensvertreter – neue Modelle der dualen Berufsausbildung im Bereich der „Green Economy“. Auch Best Practices werden zwischen den Projektpartnern aus Deutschland, Österreich, Polen, Litauen, Lettland, Spanien und Italien ausgetauscht, adaptiert und erweitert. Ein Beispiel dafür ist das Duale Studium der Beruflichen Hochschule Hamburg (BHH).

Blick in die Zukunft

Im Interview nach der Präsentation und einer sehr anregenden Diskussionsrunde zeigt sich Bundessinnungs-Geschäftsführer DI Christian Atzmüller im Pressegespräch sehr interessiert: „Ich kann mir das (Duale Studium) auch für die Metalltechnik oder Elektrotechnik vorstellen, eben damit mehr Menschen diesen Beruf ergreifen möchten.“

Weiterführende und vertiefende Veranstaltungen sind bereits im Gespräch!

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